Seit fünf Jahren in Hohenschönhausens Natur unterwegs

Seit fünf Jahren in Hohenschönhausens Natur unterwegs
02.03.2026

Seit dem Jahr 2020 sind Stadtnatur-Ranger in Lichtenberg unterwegs. Doch wo sind sie im Einsatz? Und welche Aufgaben haben sie in Hohenschönhausen? Antworten auf diese Fragen erhielten die Abgeordnetenhausmitglieder Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold nach einer Schriftlichen Anfrage an den Senat. Um sachgerecht antworten zu können, bat dieser die Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) um Stellungnahme. Diese Stiftung ist Träger des Projektes Stadtnatur-Ranger und bei ihr sind die Ranger auch angestellt.
In Lichtenberg sind derzeit eine Stadtnatur-Rangerin sowie ein Stadtnatur-Ranger im Einsatz, informiert die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Unterwegs sind die beiden vor allem in Hohenschönhausen, und zwar im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Wartenberger und Falkenberger Feldflur, inklusive am Malchower See, im Naturschutzgebiet (NSG) Malchower Aue und im NSG Falkenberger Rieselfelder sowie im LSG Falkenberger Krugwiesen. Das einzige Einsatzgebiet in Lichtenberg, das nicht in Hohenschönhausen liegt, sei das LSG Herzberge, so die Senatsverwaltung.
Zu den konkreten Zielen des Einsatzes der Stadtnatur-Ranger listet die SNB unter anderem auf:

• Es solle die Mensch-Natur-Interaktion gestaltet und verbessert werden.
• Es werde die biologische Vielfalt erhalten, wiederhergestellt und gefördert.
• Es solle die Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung sowie Umweltinformation für ein grünes, nachhaltiges sowie klimaangepasstes Berlin ausgebaut und gestärkt werden. Dabei seien Bürgerinnen und Bürger sowie die Zivilgesellschaft aktiv einzubinden.
• Netzwerke, bestehend aus den verschiedenen Naturschutz-Akteuren in behördlichen wie auch verbandlichen Strukturen, seien auf- und auszubauen, deren Arbeit unterstützen und verstetigen.
• Des Weiteren sollen gemeinsame Handlungsbedarfe identifiziert, erforderliche Maßnahmen unter Bewahrung der bezirkseigenen Vielfalt entwickelt und gemeinsam umgesetzt werden.

Doch wie werden diese Ziele umgesetzt? Das Bezirksranger-Team ist regelmäßig in den verschiedenen Einsatzgebieten in Lichtenberg unterwegs und erfasse dort Tier- und Pflanzenarten, heißt es von der SNB. Ein besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Gewässer- und Amphibienschutz sowie in den vielfältigen Hecken in der Feldmark als wertvolle Lebensräume. „Spannende Umweltbildungsprojekte, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Lichtenberger Schulen, runden die Arbeit des Teams ab“, so die SNB. Die im Bezirk Lichtenberg eingesetzten Ranger arbeiten eng mit der Senatsverwaltung, dem Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg sowie anderen Aufgabenbereichen der SNB, insbesondere der Koordinierungsstellen Florenschutz und Fauna zusammen, so die Stiftung weiter in ihrer Stellungnahme.
Welche Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten übernehmen die Ranger konkret in Hohenschönhausen? fragen die beiden Abgeordneten nach, um Näheres zu erfahren. Diesmal antwortet die Senatsverwaltung. Die Stadtnatur-Ranger nehmen folgende Aufgaben wahr: Schutz und Pflege von Natur und Landschaft mit dem Fokus auf Schutzgebieten. Außerdem sind sie im Umwelt- und Gebietsmonitoring, wie zum Beispiel in der Dokumentation von Veränderungen und Vandalismus tätig. Sie kartieren Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz und leisten Netzwerkarbeit mit Naturschutzverbänden und Öffentlichkeitsarbeit. Eine weitere Aufgabe ist die Umweltbildungsarbeit. Dazu gehören das Anbieten von Führungen, die Qualifizierung von Freiwilligen und die Umsetzung von Junior-Ranger-Programmen, so die Senatsverwaltung.
Näheres zu den Lichtenberger Stadtnatur-Rangern ist auf der Website www.stiftung-naturschutz.de/naturschutz/stadtnatur-ranger/einsatzgebiete-teams/lichtenberg zu erfahren.

Informationen zum Foto:

Die Lichtenberger Stadtnatur-Ranger sind unter anderem im Landschaftsschutzgebiet Wartenberger und Falkenberger Feldflur im Einsatz.