Bald viel weitere Wege zum Einsatzort?

Bald viel weitere Wege zum Einsatzort?
03.06.2026

Wird das Personal des Polizeiabschnitts 31 soweit ausgedünnt, dass die Polizeipräsenz in Hohenschönhausen nachlässt? Das befürchten jedenfalls viele Hohenschönhausener.

Im Zuge der geplanten Zusammenlegung von Polizeiabschnitten sollen von den derzeit 196 Polizeibeamten des Abschnitts 31 in Hohenschönhausen insgesamt 60 in den Abschnitt 34 an die Nöldnerstraße 35 in Rummelsburg umgesetzt werden. „Besonders dramatisch ist dabei der Abzug der Einsatzwagen“, sagt Abgeordnetenhausmitglied Danny Freymark (CDU). Diese sollen ebenfalls an der Nöldnerstraße 35 stationiert werden, „also elf Kilometer und somit 25 Minuten Fahrzeit von Hohenschönhausen entfernt.“ Von dort aus sollen die Polizisten dann künftig zu Einsätzen in Hohenschönhausen starten. „Die Wege unserer Polizisten würden deutlich länger, ihre Präsenz vor Ort spürbar geringer“, so Danny Freymark.
Es bestehe die Sorge, dass Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sogar an alte Pläne anknüpfen könnte, „die auf eine schrittweise Schließung unserer Polizeistation hinauslaufen“, ergänzt Abgeordnetenhausmitglied Prof. Dr. Martin Pätzold (CDU). Um das zu verhindern, haben die beiden Hohenschönhausener Abgeordneten eine Petition gestartet. Diese kann online auf www.change.org/polizeiwache-in-hohenschoenhausen unterschrieben werden. Das taten inzwischen bereits fast 8000 Menschen.
„Nur durch gemeinsames Engagement kann verhindert werden, dass Hohenschönhausen ins Abseits gedrängt wird“, so die Abgeordneten. „Nachdem wir uns jahrelang dafür eingesetzt haben, wird das Polizeigebäude in der Pablo-Picasso-Straße 2 nun saniert. Auf unseren Druck hin investiert das Land Berlin dafür mehr als 30 Millionen Euro. Die Arbeitsbedingungen für unsere Polizisten werden sich dadurch deutlich verbessern.“ Deshalb sei es umso unverständlicher, dass nun Personal abgezogen werden soll. 
Martin Pätzold und Danny Freymark rufen die Hohenschönhausener zum Unterschreiben der Petition auf: „Helfen Sie mit und unterstützen Sie unser Engagement für mehr Sicherheit in Hohenschönhausen“, sagen sie. „Wir wollen, dass die Menschen in Hohenschönhausen auch weiterhin kurze Wege zur Polizei haben, damit im Ernstfall schnell Hilfe vor Ort ist.“
Wer nicht die Möglichkeit hat, online zu unterschreiben, kann sich auch in eine Unterschriftenliste in den Bürgerbüros Warnitzer Straße 16 (Danny Freymark) und Konrad-Wolf-Straße 91/92 (Martin Pätzold) eintragen. Außerdem wurden in der Region entsprechende Postkarten verteilt.

Aus dem Polizeiabschnitt 31 an der Pablo-Picasso-Straße 2 soll ein erheblicher Teil des Personals in den Polizeiabschnitt 34 an die Nöldnerstraße 35 umgesetzt werden. Dagegen haben die Hohenschönhausener Abgeordneten eine Petition gestartet, die bereits Tausende unterschrieben haben.