In den zurückliegenden Jahren gab es immer wieder Ambitionen von Investoren, im Bereich Darßer Straße/ Hansastraße/ Falkenberger Straße Bauprojekte umzusetzen. Hier liegt unter anderem im Karree an der Kreuzung Hansastraße/ Darßer Straße sowie am Kyllburger Weg 40 eine Fläche seit Jahren brach. Was und wie in diesem Bereich gebaut werden darf, ist in den Bebauungsplänen XXII-25 und 11-39 festgelegt. Spätestens nachdem Anfang des Jahres in der Nachbarschaft auf dem Grundstück Darßer Straße 4/ Falkenberger Chaussee 7A die alten Gebäude abgerissen wurden, gibt es von Anwohnern wiederum die Befürchtung, dass hier intransparent geplant und die in den beiden B-Plänen festgeschriebene Nutzung überschritten werden könnte. Dass diese Befürchtung nicht unbegründet ist, geht aus Antworten des Senats auf eine Schriftliche Anfrage von Abgeordnetenhausmitglied Prof. Dr. Martin Pätzold hervor.
Das Bezirksamt Lichtenberg, dass von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen um Stellungnahme gebeten wurde, informiert: „Für die Grundstücke Hansastraße 241/245 und 253 sowie Kyllburger Weg 40 im Geltungsbereich des Bebauungsplanes XXII-25 haben im Stadtentwicklungsamt zuletzt im Sommer 2023 Bauberatungen zur Errichtung mehrgeschossiger Gebäude für Wohnen, Boardinghouse und Läden mit erheblichen Nutzungsmaßüberschreitungen stattgefunden.“ Die dafür seitens des Projektentwicklers angedachte Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplanes sei in den Beratungsgesprächen nicht in Aussicht gestellt worden, heißt es weiter.
Bereits 2015/16 gab es Pläne eines Investors, der in diesem Bereich mit einer erheblichen Nutzungsüberschreitung bauen wollte. Das sorgte seinerzeit bei den Anwohnern für viel Unruhe. Dass es 2023 erneut eine Bauberatung zur Errichtung von Gebäuden mit einer erheblichen Nutzungsmaßüberschreitungen gab zeigt, dass der Plan, die betreffenden Grundstücke zu bebauen, offenbar noch nicht vom Tisch ist. Außerdem teilt das Bezirksamt mit: „Für die Grundstücke Hansastraße 247/251 hat es im Mai 2024 lediglich eine telefonische Bauberatung zur Errichtung eines Gebäudes mit Wohnen und Beherbergung gegeben.“ Umsetzbare Planungen gibt es hier aber offenbar ebenso wenig, wie für das Grundstück Darßer Straße 4/ Falkenberger Chaussee 7A, auf dem vor einige Monaten die Abrissarbeiten stattfanden. Für diesen B-Plan-Bereich seien im Lichtenberger Stadtentwicklungsamt weder Gespräche, noch sonstige Kontakte dokumentiert, heißt es aus der Senatsverwaltung. Lediglich eine Abbruchanzeige gab es 2023.
Außerdem erfuhr Martin Pätzold in der Antwort auf seine entsprechende Frage, dass es zu den Grundstücken Hansastraße 247, 249 und 251 sowie zu den Grundstücken an der Darßer Straße/ Ecke Falkenberger Straße seitens des Stadtentwicklungsamtes aktuell keine Kenntnisse über Änderungen der Eigentumsverhältnisse sowie zu Investoren oder Vorhabenträgern gibt. Auch gebe es keine Kenntnis von Planungen für eine zukünftige Bebauung oder Nutzung der Grundstücke in diesem Bereich. Diese seien laut B-Plan als „Mischgebiet mit einer straßenbegleitenden Baukörperausweisung“ sowie mit entsprechenden Baukörpermaßen ausgewiesen, die nicht überschritten werden dürfen.

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