Wohnungsbau statt Sanierung geplant

Wohnungsbau statt Sanierung geplant
29.07.2026

Das Erdgeschoss des früheren Dienstleistungsgebäude an der Wustrower Straße 18 wird zurzeit von der Berliner Tiertafel genutzt. Verwaltet wird es von der Berliner Immobilienmanagment GmbH (BIM). Gemäß Masterplan für das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“ ist für diesen Standort alerdings Wohnugsneubau vorgesehen. Näheres zum Zustand dieses Gebäude und zu dessen Zukunft, erfuhr Abgeordnetenhausmitglied Danny Freymark in den Antworten auf eine Schriftliche Anfrage an den Senat.
„Die aktuell vermieteten Teile des Gebäudes befinden sich in einem niedrigschwellig nutzbaren Zustand“, schätzt die BIM ein. „Das Gebäude selbst weist insgesamt jedoch erhebliche Mängel auf, insbesondere bei Elektroanlage, Brandschutz, Aufzug, Heizungsanlage, Fassade sowie im energetischen Bereich. Für eine langfristige, vollständige und zeitgemäße Nutzung wären umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich.“
Saniert werde das Gebäude allerdings nicht mehr, weil der Kostenaufwand zu hoch sei, so die BIM. Außerdem ist das Grundstück Wustrower Straße 18 Bestandteil der Planungen für das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“. Diese sehen einen Abriss der vorhandenen Bebauung „zugunsten einer höheren baulichen Nutzung zu Wohnzwecken vor.“ Bis das Gebäude abgerissen wird, kann es im Erdgeschossbereich allerdings weiter genutzt werden, heißt es von der BIM weiter. Eine Ausweitung der Zwischennutzungen auf weitere leerstehende Flächen im Gebäude sei aufgrund des Gebäudezustandes aber nicht möglich.
Damit auf dem Grundstück an der Wustrower Straße 18 Wohnungsbau stattfinden kann, muss es allerdings an ein Wohnungsunternehmen übertragen werden. „Aktuell werden durch die Einleitung des Clusterungsprozesses die Voraussetzungen für eine mögliche Übertragung des Areals an ein landeseigenes Wohnungsunternehmen geschaffen“, teilt die BIM zu diesem Prozedere mit. Einen Zeitplan für den Abriss und die Bebauung des Grundstücks gibt es aber noch nicht.
Im Bereich Wustrower Straße/ Falkenberger Chaussee ist laut Masterplan für das Urbane Zentrum der Bau eines Kultur- und Bildungszentrums (KuBiz) für Hohenschönhausen geplant. Auch zu diesem Areal nimmt der Senat Stellung. Diese Fläche sei Bestandteil des im März 2026 durch einen Aufstellungsbeschluss eingeleiteten Bebauungsplanverfahrens. Es bestehe weiterhin das Ziel, den Standort für das KuBiz planungsrechtlich zu sichern. Für diesen Bereich werde derzeit auch ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt, heißt es weiter aus dem Senat. „Im Rahmen dessen wird auch untersucht, ob eine anteilige Förderung des KuBiz möglich ist“, heißt es aus der Senatsverwaltung für Finanzen zur Finanzierungsstrategie für das KuBiz. Auch für das KuBiz lässt sich noch kein Realisierungszeitraum abschätzen.

Fotoinformation:

Das frühere Dienstleistungsgebäude an der Wustrower Straße 18 wird derzeit von der Berliner Tiertafel genutzt. Weil die BIM eine Sanierung des Gebäudes für unwirtschaftlich erachtet, soll es abgerissen und das Grundstück an ein städtisches Wohnungsunternehmen übertragen werden, damit dort Wohnungsneubau entstehen kann.